Seite auswählen

Tatort: Der Treue Roy

In einem Stahlwerk unweit von Weimar wird in der Hochofenschlacke die Leiche von Roy Weischlitz entdeckt, der im Werk am Abstich beschäftigt war. Schon bald wird den Kommissaren Dorn und Lessing klar, dass er ermordet wurde. Roy lebte mit seiner Schwester Siegrid zusammen, mit der ihn, Siegrid zufolge, ein inniges Verhältnis verband. Doch die Kommissare finden heraus, dass zwischen den Geschwistern ein Krieg herrschte, gegen den die  Schlacht bei Jena und Auerstedt ein minderer Disput war. Siegrid hat ihren Bruder allem Anschein nach gehasst. Sie machte ihn für ihr zerstörtes Lebensglück mit ihrem Ex-Verlobten Karsten alias »Flamingo« verantwortlich, der durch Roys Schuld ein Bein verlor. Dieses tragische Ereignis war der Beginn einer beispiellosen Abwärtsspirale, an deren Ende Flamingo als alkoholkrankes Wrack in einer halb verfallenen Tankstelle haust. Da der Unglückliche, der nun auch noch seinen Hilfsarbeiterjob im Stahlwerk verlieren wird, in der Mordnacht eine Extraschicht am Hochofen schob, kommt er als Täter infrage ebenso wie sein Kumpel Frank, ein vorbestrafter Beischlaferpresser, der mit der Prostituierten Irina Kratochvílová alias Vanessa Fink verbandelt ist, die in einem Wohnwagen am Stadtrand ihrem Gewerbe nachgeht. Als sich herausstellt, dass Flamingo, um sich an Roy zu rächen, Irina auf diesen angesetzt hat, um gemeinsam mit Frank Geld aus Roy rausschlagen zu können, werden die Ereignisse turbulent. Die Ermittlungen werden dadurch erschwert, dass es im Hause Dorn-Lessing unterschiedliche Vorstellungen über die häusliche Zukunft der kleinen Familie gibt. Lessing beschleicht der Gedanke, dass Kira vielleicht aus Weimar weg will. Das beunruhigt ihn, denn er ist doch gerade erst angekommen. Zusätzlich müssen die Kommissare sich mit dem neuen Kollegen von der Kriminaltechnik herumschlagen, der, wie ihr Chef Kurt Stich treffend sagt, eine »Arschkrampe ist, wie sie im Buche steht«.

Drehbuch: Murmel Clausen & Andreas Pflüger

Regie: Gregor Schnitzler